Der Mai wird mörderisch gut. RTL zeigt zwei hoch spannende Verfilmungen des Bestseller-Autors Frank Schätzing (”Der Schwarm”). Den Anfang macht am Sonntag, 18. Mai, 20.15 Uhr, der Thriller “Die dunkle Seite”. Am Donnerstag, 22. Mai (Fronleichnam), 20.15 Uhr, folgt “Mordshunger”.
Unter der Regie von Grimme-Preisträger Peter Keglevic (”Tarragona”) ist mit “Die dunkle Seite” (Ausstrahlung am Sonntag, 18. Mai, um 20.15 Uhr) ein packender Thriller entstanden, der sowohl Schätzing- als auch eingefleischte Krimi-Fans von der ersten Minute an in seinen Bann ziehen wird. Shootingstar Melika Foroutan (”Wut”) überzeugt in der Rolle der Privatdetektivin Vera Gemini, die in eine brutale Mordserie gerät.

Alles beginnt damit, dass der türkische Gemüsehändler Mehmet Üsker tot in seiner Wohnung aufgefunden wird. Sofort ist klar, dass der Kaufmann auf bestialische Weise gefoltert wurde und schließlich an einem Bauchschuss langsam und qualvoll starb. Kommissar Menemenci (Hilmi Sözer, “Der Schuh des Manitu”) wird auf den undurchsichtigen Fall angesetzt und sucht zunächst fieberhaft nach einer Spur. Einige Tage später nimmt die Privatdetektivin Vera Gemini (Melika Foroutan, “KDD”) von einem gewissen Simon Bathge (Mišel Maticevic, “Die Luftbrücke”) einen Auftrag an: Die Ex-Polizistin soll den vor Jahren für tot erklärten Fremdenlegionär Andreas Marmann finden. Ein Job, der anfangs keine großen Risiken birgt, doch schon nach kurzer Zeit stößt Vera immer wieder auf Lügen und Halbwahrheiten, die Bathge ihr auftischt…

Die zweite Schätzing-Adaption ist der 1996 erschienene Köln-Krimi “Mordshunger”, den RTL am Donnerstag (Fronleichnam), 22. Mai, 20.15 Uhr, ausstrahlt. Auch die zweite Schätzing-Verfilmung glänzt mit einer erstklassigen Besetzung. Die Story: Romanus Cüpper (Hans-Werner Meyer, “Prager Botschaft”) ist erfahrener Kommissar und Hobbykoch aus Leidenschaft. Dabei hilft ihm seine Liebe für die kulinarischen Genüsse stets auch auf die kleinen Zutaten zu achten, die einem Mörder schließlich zum Verhängnis werden können. So auch, als die schwerreiche und verhasste Inka von Barneck (Kerstin Gäthe, “Tatort”) tot in ihrem Appartement aufgefunden wird. Plötzlich steckt Romanus Cüpper mitten in einem mysteriösen Mordfall. Hauptverdächtiger ist der Ehemann Fritz von Barneck (Henry Hübchen, “Alles auf Zucker”, “Sonnenallee”). Doch die Sache wird kompliziert, denn dessen Identität ist nicht ganz eindeutig… In weiteren Hauptrollen sind Johannes Zirner (”Tarragona – Ein Paradies in Flammen”) und Bettina Zimmermann (”Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen”) zu sehen.

Frank Schätzing gehört mit Patrick Süßkind (”Das Parfum”) zu den international erfolgreichsten deutschen Autoren. Mit seinem 2004 erschienenen Science-Fiction-Thriller “Der Schwarm” landete er einen Weltbestseller, der in 18 Länder verkauft wurde. Die Filmrechte an dem packenden Wissenschaftskrimi sicherten sich die US-Schauspielerin Uma Thurman und die deutschen Produzenten Ica und Michael Souvignier, deren Firma Zeitsprung auch “Mordshunger” produziert hat. 1995 erschien Schätzings historischer Roman “Tod und Teufel”. Es folgten die Köln-Krimis “Mordshunger” (1996), “Die dunkle Seite” und “Keine Angst” (beide 1997). Im Jahr 2000 erschien der politische Thriller “Lautlos”. Frank Schätzing wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem “Corine” und dem Deutschen Krimi-Preis.

Frank Schätzing über die Verfilmungen seiner Romane “Die dunkle Seite” und “Mordshunger”
Herr Schätzing, wie viel Einfluss hatten Sie als Autor der Bücher “Mordshunger” und “Die dunkle Seite” auf die Drehbücher bzw. auf die RTL-Verfilmungen?
Frank Schätzing: Beide Filme sind von guten Freunden produziert worden, so dass wir uns ständig über die Umsetzung ausgetauscht und letztlich ein gemeinschaftliches Ergebnis abgeliefert haben, mit dem wir alle ausgesprochen glücklich sind.
Sind Sie selbst häufig bei den Dreharbeiten anwesend gewesen?
Immer mal wieder. Man ist ja neugierig, und es macht Spaß, Schauspielern und Regisseuren bei der Arbeit zuzusehen. Aber ich habe natürlich versucht, denen nicht allzu oft durchs Bild zu laufen.

Hatten Sie Einfluss auf die Auswahl der Schauspieler? Als Autor hat man doch sicher immer genaue Vorstellung vom Äußeren der Romanfiguren – vielleicht sogar Bekannte aus dem Freundeskreis?
Wir haben die Besetzung ausgiebig diskutiert. Interessanter Prozess. Mitunter hatten wir alle das gleiche Bild vor Augen, dann wieder lagen wir meilenweit auseinander. Aber es geht gar nicht so sehr ums Äußere. Das Charakterbild muss stimmen, und da waren wir fast durchweg einer Meinung.

Wie nahe kommen die Filmbesetzungen – Hauptdarsteller Hans-Werner Meyer als Kommissar Romanus Cüpper und Melika Foroutan als Vera Gemini – Ihren eigenen Vorstellungen?
Beide sind ideal. Hans-Werner bringt genau die zerknautschte Lässigkeit mit, die der Cüpper im Buch auch hat, lakonisch, ironisch, genießerisch, ein netter, aber nicht zu unterschätzender Egozentriker. Und Melika ist ein absoluter Glücksgriff, tough, brutal, zugleich sehr verletzlich und äußerst attraktiv. Dass die Vera im Buch blond und kurz geschoren ist, stört da niemanden.

In der Verfilmung “Mordshunger” haben Sie selbst eine kleine Rolle übernommen? Wie kam es dazu?
Das haben Michael Souvignier, der Produzent, und ich beim Bier ausgeheckt. Ich wollte immer mal vor der Kamera stehen, just for fun, und Michael hatte die Idee, einen Leichenbestatter einzubauen. Ich habe so viele Leute in meinen Büchern umgebracht, da fand ich den Leichenbestatter durchaus angemessen.

Können Sie sich vorstellen, in Zukunft auch größere Rollenangebote für TV-Rollen anzunehmen? Gibt es konkrete Angebote?
Wie gesagt, das war just for fun. Ich bin ja kein Schauspieler und strebe keine Karriere vor der Kamera an. So was muss sich ergeben. Spaß gemacht hat es, also sollte man niemals nie sagen. Vielleicht spiele ich im „Schwarm“ ja einen Hering. Einen gefährlichen natürlich!

Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis der Verfilmungen?
Absolut! Es sind zwei ganz unterschiedliche Filme geworden, der eine leise und ironisch, der andere düster und stylish. Schon da liegt der Reiz, zu sehen, wie man mit unterschiedlicher Bildsprache und Dramaturgie Spannung und Atmosphäre erzeugen kann. Beide Filme sind rundum gelungen.

Wie viel Frank Schätzing steckt in Ihren Büchern, bzw. den Filmen “Mordshunger” und “Die dunkle Seite”? Gibt es Parallelen zu Figuren oder Ereignissen aus Ihrem eigenen Leben, die Sie in die Buchvorlage haben einfließen lassen?
Sicher fließen eigene Erlebnisse immer ein bisschen mit ein, aber eher ins Atmosphärische. Ich baue meine Figuren ungern realen Charakteren nach, sie sind meist fiktiv – abgesehen von historischen Persönlichkeiten oder Charakteren wie Gerhard Bohrmann (im Schwarm), die sich selbst spielen. Bekannte und Freunde zu verwursten ist nicht so mein Ding.

Neben Ihrem Talent als Autor besitzen Sie noch viele weitere Begabungen. Eines davon ist Ihr musikalisches Können. Konnten Sie das in die Krimi-Verfilmungen auch einbringen?
Für Mordshunger habe ich den Soundtrack geschrieben. Stilistisch eine Hommage an Filme, die ich mag, solche von David Lynch zum Beispiel, von Hitchcock, an die frühen Bond-Filme.

Aktuell wird auch Ihr Bestseller “Der Schwarm” von der US-Schauspielerin Uma Thurman und den Produzenten Ica und Michael Souvignier in einer großen Hollywood-Produktion vorangetrieben. Wie weit sind die Dreharbeiten? Wer sind die Hauptdarsteller?
Stand der Dinge ist, dass Ted Tally, Oscar-Gewinner für „Das Schweigen der Lämmer“, am Drehbuch arbeitet, dass wir als Co-Produzenten Dino de Laurentiis gewinnen konnten, und dass alles zügig voranschreitet. Über Schauspieler und Regisseur können wir derzeit noch nichts sagen.

Sie schreiben aktuell an einem neuen Buch? Verraten Sie schon etwas darüber?
Man sollte nie vor Heiligabend über die Geschenke sprechen.

Wie sehen darüber hinaus Ihre nächsten Projekte aus?
Es gibt konkrete Pläne für die nächsten beiden Bücher, außerdem werde ich Musik machen, Songs und Soundtracks schreiben, 2009 ein Hörspiel produzieren, mich verstärkt um Verfilmungen kümmern – gerade sprechen wir auch über eine Verfilmung von “Tod und Teufel “– und ansonsten wie immer offen für alles sein.

Woher bekommen Sie Ihre guten Ideen und Anregungen für Ihre Bücher?
Ich suche sie nicht. Ich lasse mich von ihnen finden.

1 Comment so far »

  1.  

    daniela gold said

    May 20 2008 @ 10:43 am

    mir hat der Film “Die dunkle Seite” sehr gut gefallen und ich würde gerne wissen wie ich an den Soundtrack komme

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